Gruppe Digitalisierung & Innovationsförderung

Ansprechpartner: Hannes


Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist in aller Munde. Kaum ein anderes Thema wird in der (Wirtschafts-)Politik so intensiv diskutiert. Alle ökonomischen Strömungen sind sich sicher, dass die anhaltende Digitalisierung unser derzeitiges Wirtschaftssystem maßgeblich verändern wird. Über Richtung und Geschwindigkeit gehen die Meinungen jedoch grundlegend auseinander.
Für die konservativen/neoliberalen Kräfte ist der Sinn und Zweck von Digitalisierung klar: Produktivität erhöhen, Kosten senken, Gewinne steigern, Kommodifizierung* aller Lebensbereiche. Den Rest reguliert der Markt. Irgendwie.

Als Linke sollten wir das Thema Digitalisierung jedoch viel größer denken. Wir müssen wirtschaftspolitische Rahmenbedingung setzten, die Innovationen fördern, Prozesse optimieren, Bürokratie abbauen, und dennoch die faire Teilhabe aller Schichten am wirtschaftlichen Prozess ermöglichen.
Dabei definieren wir „die Wirtschaft“ nicht nur als Summe der nach Profit strebenden Unternehmen, sondern beziehen auch das „erwirtschaftete Gemeinwohl“ von nicht gewinnorientierten Unternehmen, Vereinen und Organisationen in die Definition mit ein. Denn auch hier findet Digitalisierung in erheblichen Maße statt, bzw. sollte sie in erheblichen Maße stattfinden können.

Als LAG Wirtschaftspolitik der Partei die Linke Berlin sehen wir unsere Aufgabe darin, den neoliberalen Vorstellungen vom digitalen Wandel eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaftspolitik entgegen zu stellen. Dabei sehen wir die Digitalisierung nicht als Last, sondern als die Chance auf mehr wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen, welche ein gerechteres Wirtschaftssystem ermöglichen können.

*des Zur-Ware-Werdens, z.B. Privatisierung von vorher gemeinschaftlich genutzten Ressourcen